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Atmung vs. Ernährung

Wenn es um das Thema Ernährung geht, hat sich jeder schon einmal mit Ihr auseinander gesetzt. Lowcarb? High Protein? Viele Ballaststoffe? Abends noch Naschen? Wie viel Zucker hat das Ding? Brauch ich ein Frühstück? Die Liste der Fragen könnte ich bis ins unendliche Fortführen. Selbst wenn du nicht ernährungsbewusst lebst, wirst du dir zumindest ab und an die Frage stellen, ob du noch eine Portion mehr zu dir nimmst oder es besser bleiben lässt. Na klar, es geht ja auch um deinen Körper und die Nahrung ist ein wesentlicher Einflussfaktor für deine Gesundheit.

Doch während sich um das Thema Ernährung eine komplette Industrie von Nahrungsergänzungsmittel-Herstellern, Ernährungsberatern und Anhängern von Ernährungsphilosophien entwickelt hat, macht sich in der westlichen Welt kaum jemand um eine ebenso bedeutsame Aktivität Gedanken, die so banal und doch so wichtig ist: Die Atmung.

Im Sport bekommt der Atmen eine immer größer werden Aufmerksamkeit und jeder noch so schlecht ausgebildete Fitnesstrainer wird dich, wenn du beim Bankdrücken das Gewicht von dir weg drückst und dabei kräftig einatmest darauf hinweisen, dass hier etwas nicht stimmt.

Im Alltag ist das Thema Atmung bei uns jedoch kaum präsent. Während im Yoga der Atmung über die Pranayamas eine besondere Bedeutung zukommt, vernachlässigen wir den Vorgang der Atmung oftmals gänzlich. Viele Menschen neigen zum chronischen Überatmen, atmen zu schnell und zu viel, mixen Bauch- und Lungenatmung oder sind garnicht in der Lage dieses zu kontrollieren. Somit läuft der autonome Atemprozess suboptimal und kann viel Probleme, angefangen bei einer verstopften Nase bis hin zu chronischem Stress mit sich bringen

Das Positive an de Sache: solltet ihr noch nie aktiv über euren Atmen nachgedacht haben, dann liegt ein erhebliches Potenzial vor euch, welches ihr mit einfachen Übungen erschließen könnt. Sollte ich euch noch nicht überzeugt haben, folgen nun meine 5 Gründe, warum Ihr euch mit eurem Atem beschäftigen solltet.

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1. Der größte Muskel im menschlichen Körper ist

Auch wenn einige Leser ihren eigenen Bizeps im Verdacht haben, so haben sie doch (vermutlich) weit gefehlt. Unsere Atmung wird durch einen flachen, quer durch den Körper laufenden Muskel, das Zwerchfell bestimmt. Dieser Muskel ist unser grösster Muskel und gehört zu den stärksten Muskeln unseres Körpers. Er ist der wichtigste Teil der Atemmuskulatur. 

2. Leistung des Gehirns

Im Grund benötigt unser Gehirn auf physiologischer Basis im Wesentlichen zwei Dinge um am Leben zu bleiben: Glucose und Sauerstoff. Ist der Sauerstoff nicht in ausreichender Form vorhanden, kann das Gehirn im schlimmsten Fall nicht überleben, in weniger dramatischen Fällen seine Leistungsfähigkeit nicht voll ausschöpfen.

3. Millionen von Atemzüge jährlich

Nehmen wir mal an, die nimmst 12 Atemzüge pro Minute, dann sind das 17.280 pro Tag und rund 6,3 Mio. pro Jahr. Kennst du noch eine Aktivität, die du 6,3 Mio. Mal im Jahr ausführst und selbst positiv beeinflussen kannst? Im übrigen werden basierend auf den o.g. Parametern bei einem durchschnittlichen Atemvolumen von 500ml rund 3,2 Mio. Liter pro Jahr eingeatmet.

4. Abfallstoffe beseitigen

70% aller Abfallstoffe werden über die Atmung ausgeschieden. Die weiteren 20% erfolgen über die Haut und nur 10% über den Verdauungstrakt. Wenn du Hauptpflege betreibst und darauf achtest, deinem Körper nur gute Nahrung zukommen zu lassen, wie kümmerst du dich dann nicht um die restlichen 70%?

5. Atmung führt zu Stress führen kann

Bei einer gestörten flacheren und schnelleren Atmung verändert sich die Zusammensetzung der Blutgase, des pH-Wertes und der Sauerstoffbindungsfähigkeit, was gesundheitliche Nachteile zur Folge haben kann.

6. Eine bessere Atmung die Organe

Eigentlich ist es fast selbsterklärend: Wenn ihr vermehrt über das Zwerchfell in den Bauch atmet, massiert ihr mit der einströmenden Luft sanft eure Organe, unterstützt eure Verdauung und spart euch unter Umständen den einen oder anderen Gang zum Osteopathen.

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